Paare in Bewegung

Jenaer Werkstatt-Tag 2010

Inhalt und Referenten

Ort, Zeit, Gebühr

Anmeldung


............................................................ Vorträge und Workshops vergangener Fachtage





Paare in Bewegung - Jenaer Werkstatt-Tag 2010

Offene Fachtagung

Samstag, 13.03.2010 von 9:00 bis 17:45 Uhr

Martin-Niemöller-Haus
Martin-Niemöller-Straße 4
07747 Jena (Alt-Lobeda)

 

   

Wenn es in einer Paarbeziehung anfängt wehzutun, gehen die betroffenen Frauen, Männer, Paare sehr folgenreich mit ihrem Konflikt, miteinander und mit den eigenen Gefühlen um.
In Paarbeziehungen werden Fühl-, Denk- und Verhaltensmuster deutlich, die auch sonst eine Rolle spielen. Der intime Partner erreicht uns da, wo wir besonders verletzlich sind
Jeder, jede, jedes Paar sucht auf eigene Weise, wie es gut weitergehen kann.
Wir möchten mit unserem Werkstatt-Tag ein Forum anbieten, in dem Paar- und FamilientherapeutInnen und unterschiedlichste beruflich und persönlich interessierte aufeinander hören und weiterführende Erfahrungen machen können. Nach drei Vorträgen wählt man sich einen von drei weiterführenden Workshops aus. Jeder Teilnehmer bringt sich so ein, dass er möglichst praktisch zu Verwertendes mitnimmt.

Eingeladen sind Therapeutinnen und Therapeuten, Beraterinnen und Berater, die mit Paaren oder Einzelnen arbeiten und Paare oder in Paarbeziehung lebende Einzelne auf ihrem Weg durch Veränderung und Neuorientierung begleiten. Menschen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen, die mit Menschen arbeiten und für die es wichtig ist die Dynamik vom Paarbeziehungen zu verstehen. Frauen und Männer, die aufmerksam die Entwicklung ihrer gemeinsamen Geschichte betrachten und gestalten.


Vorträge und Workshops 2010

 

   

Frank Wünsche (Systemischer Therapeut (DGSF), integrativer Supervisor (EAG), Leipzig):
"In der Beziehung Gewalt erleben"

Manche Paare erleben in ihrer Beziehung Konflikte mit emotionalen Ausbrüchen, die stärker sind, als die beiden sie aus anderen Beziehungskontexten gewohnt sind. Wie es in Paarbeziehungen zu offener physischer und psychischer Gewalt kommt, ist oft erschreckend.
Ich möchte mit den Teilnehmenden erarbeiten, in welchem Kontext und mit welchen Herangehensweisen diese Paare aus diesem Kreislauf herausfinden können.
Erkenntnisse und Erfahrungen über Ursachen und Verlaufsformen häuslicher Gewalt werden die Grundlage bilden um dann über Möglichkeiten und Inhalte der Beratung bzw. Therapie bei Paaren im Gewaltkontext zu sprechen.

Zum Referent: M.A. Erziehungswissenschaften Frank Wünsche ( Leipzig ), geb. 1968
Systemischer Therapeut ( DGSF ), integrativer Suppervisor (EAG )
Arbeitsschwerpunkte: Einzel,- Paar,- und Familienarbeit im Kontext Gewalt; im Kontext multikultureller Lebensweisen

   

 

Gerhart Streicher (Beziehungswerkstatt Jena):
"Schwiegereltern und Schwiegerkinder"

Wenn Mann und Frau sich nahe kommen und ein Paar bilden, ist keiner von Ihnen ein unbeschriebenes Blatt. Sie sind unterschiedlich geprägt. Beide sind einander sowohl nahe als auch fremd. Es bleibt eine gemeinsame Entwicklungsaufgabe, ihre Wege immer neu zu finden und dabei das je Eigene zu wahren. Doch wie steht es mit den Verwandten auf beiden Seiten? Mit den Fremden die unverhofft sehr nahe kommen. Eine Herausforderung an Konfliktfähigkeit und Beziehungsfähigkeit. Eine Herausforderung an die Fähigkeit zu nähe und Abstand.
Im Workshop sollen anhand von konkreten Beispielen hilfreiche Sichtweisen erarbeitet werden.

Zur Referent: Dipl. Theol. Gerhart Streicher (Jena) geb. 1944
Heilpraktiker für Psychotherapie, Paar- und Familientherapeut (DGSF), Festhaltetherapeut (GFH), Lehrtherapeut (DGSF)
seit 1998 tätig in der Beziehungswerkstatt Jena
Arbeitsschwerpunkte: Beziehungs- und Paartherapie

   

 

Jörg Müller (Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL), Erfurt):
"Grenzen (in) der Paarbeziehung"

Grenzen engen ein, können jedoch auch entlasten, wenn wir sie sehen, annehmen und bejahen. Grenzen in einer Paarbeziehung wahr zu nehmen heißt, sich von Illusionen zu verabschieden. Frau und Mann können füreinander nicht "ein und alles" sein. Es bleibt zwischen ihnen eine gewisse Fremdheit als ein "unergründlicher Rest". Doch gerade jener mehr oder weniger große "Rest", kann eine Paarbeziehung lebendig und spannend halten. So bleiben die beiden in immer wieder neuer Suche an- und zueinander. Mann und Frau müssen sich voneinander abgrenzen und können lernen ihre Verschiedenheit als Reichtum zu nutzen.

Zum Referenten: Jörg Müller (Erfurt), Fachreferent für Beratung
Arbeitsschwerpunkte: Ehe-, Familien- und Lebensberatung

   

   

Jenaer Werkstatt-Tag 2010

Samstag, 13.03.2010 von 9:00 bis 17:45 Uhr

Martin-Niemöller-Haus
Martin-Niemöller-Straße 4
07747 Jena (Alt-Lobeda)

Tagungsbeitrag: € 80,-
für Studenten u.ä.: ermäßigt

Bei Einzahlung nach dem 06.03.2010: € 95,-

   

   

Jenaer Werkstatt-Tag 2010

Anmeldung:
mit Name, Adresse und Telefonnummer

an Institut "Beziehungswerkstatt Jena"
Ludwig-Weimar-Gasse
2
07743 Jena
Telefon 03641/443564
Fax 03641/2241508
institut@beziehungswerkstatt-jena.de

Zur verbindlichen Anmeldung gehört die Überweisung des Tagungsbeitrags an

Gerhart Streicher, Sparkasse Jena
BLZ 83053030
Kto 412350
Verwendungszweck:
Tagung 13.03.10 + Name

Bei der Tagung erhalten Sie eine Teilnahme- und Zahlungsbestätigung.
   
   

Vorträge und Workshops aus 2009

Frank Wünsche (Systemischer Therapeut (DGSF), integrativer Supervisor (EAG), Leipzig):
"Patchworkfamilien - Meine Kinder, deine Kinder, unsere Kinder?"

In Patchworkfamilien sind Familienmitglieder anders als in klassischen "Kernfamilien" miteinander.verbunden.
In der Arbeit mit Patchworkfamilien begegnen wir einer Vielfalt von Bedürfnissen und wechselnden Rollenanforderungen. Neue Sichtweisen helfen, alles unter einen oder mehrere Hüte zu bringen.
Im Vortrag und im Workshop werden besondere Merkmale von Patchworkfamilien, ihren Chancen und Stolpersteinen, dargestellt und erarbeitet.

Zum Referent: M.A. Erziehungswissenschaften Frank Wünsche ( Leipzig ), geb. 1968
Systemischer Therapeut ( DGSF ), integrativer Suppervisor (EAG )
Arbeitsschwerpunkte: Einzel,- Paar,- und Familienarbeit im Kontext Gewalt; im Kontext multikultureller Lebensweisen

 

Monica Streicher-Pachmann (Beziehungswerkstatt Jena):
"Was willst du von mir? Über Erwartungen an die Partnerschaft"

Wie können wir unsere als Liebesbeziehung gestartete Partnerschaft zermürben?
Wir brauchen uns nur Bilder von der idealen Partnerin od
er dem idealen Partner machen und diese täglichen mit der Wirklichkeit vergleichen.
All unsere Träume von einer Partnerschaft haben ihre Berechtigung und ihren Sinn. Was kann aus den Wünschen und gegenseitigen Erwartungen werden, wenn der ganz normale, oft stressige Alltag zu bewältigen ist, wenn Enttäuschungen und Überforderungen unser Leben begleiten?

Zur Referentin: Dipl. Sozial-Päd. Monica Streicher-Pachmann (Jena)
geb. 1957, Systemische Therapeutin, Supervisorin und Lehrtherapeutin (DGSF)
seit 1998 tätig in der Beziehungswerkstatt Jena
Arbeitsschwerpunkte: Beziehungs- und Paartherapie

Eckhard Meier (Shiatsu-Praktiker, Echternacherbrück):
"Berührung - von der Weisheit des Körpers"

Was können wir tun, wenn Worte in der Beziehung ausgeschöpft, an ihr Ende gelangt sind? Wenn Gefühle zu groß, zu beängstigend, zu unklar scheinen; wenn das Miteinanderreden erst wieder eingeübt wird, wenn Sexualität für die Betreffenden nicht passt und Nähe doch gut tut? Wie können sich Paare durch Berührung begleiten ohne einander zu bedrängen?

Shiatsu heißt Fingerdruck. Was bei der angeleiteten Berührung geschieht liegt bei den Übungspartnern. Besser gesagt: Es liegt zwischen ihnen.
Berühren und das Sich-Berühren-Lassen, beides kann uns helfen den Partner zu erspüren, seine Gefühle zu verstehen, zartes Mitschwingen zu erleben.

Zum Referenten: Eckhard Meier (Echternacherbrück), geb. 1951, exam. Krankenpfleger
Arbeitsschwerpunkte: Shiatsu-Praktiker seit 14 Jahren in eigener Praxis

   
   


   

Vorträge und Workshops aus 2008

Sebastian Sonntag (Dipl.- Psychologe, Dipl.- Theologe und Psychotherapeut in eigener Praxis in Amberg):
"Liebst du mich noch...? - oder sind wir schon verheiratet?"

Verbindlichkeit in der Beziehung muss nicht bedeuten, Abschied von der romantischen Liebe nehmen zu müssen.
Aber es bedeutet, Abschied zu nehmen von Illusionen über die Liebe.
Der Vortrag will Mut machen, auf die Realität von Beziehungen zwischen zwei Menschen hinzuschauen und dennoch Sehnsüchte und Wünsche wach halten zu dürfen. Viel zu viele Beziehungen zerbrechen heute, weil sie von Anfang an mit Erwartungen überlastet waren.
Auf manche Illusionen verzichten, heißt vieles gewinnen können.

Zum Referenten: Sebastian Sonntag, 58 J., Dipl.-Psychologe und Dipl.-Theologe und Psychotherapeut in eigener Praxis in Amberg, arbeitet seit über 25 Jahren mit Paaren und Familien in Einzelarbeit, Seminaren, Familienaufstellungen.

Thomas Prager (Dipl.- Sozialpädagoge, Dresden):
"Ist Eifersucht die andere Seite der Liebe"

Ein Phänomen zwischen Kommunikationsstörung und Suchtproblem

Schon in dem umgangsprachlichen Begriff "Eifersucht" klingen Aspekte einer süchtigen Struktur innerhalb der Partnerschaft an. Die Gefühle, ohne den "Anderen" nicht lebensfähig zu sein, nicht vertrauen zu können, kontrollieren zu müssen, beherrschen Kommunikation und Handeln zwischen den Beteiligten.

Der Suche nach dem Ausweg aus dem Teufelskreis einer süchtigen Beziehung soll die Aufmerksamkeit des Workshops gelten. Dabei wird einerseits nach den Ursachen der Beziehungsstruktur gefragt. Zum anderen soll betrachtet werden, ob das Konzept der Externalisierung (nach Epston und Withe) hilfreich sein kann, um den Prozess der Auseinandersetzung und des Zusammenfindens zu unterstützen.

Referent: Thomas Prager, Dipl. Sozial-Pädagoge, Arbeitsschwerpunkte: Suchtarbeit und Arbeit mit Männern

Monica Streicher-Pachmann (Beziehungswerkstatt Jena):
"Umgang mit Außenbeziehungen"

Paare kommen auch zur Beratung, wenn in ihre Paargeschichte eine neue Partnerin oder ein neuer Partner getreten ist. Die neue Beziehung stellt die Partnerschaft vor unerwartete Erschütterungen. Alle Betroffenen erleben sich selbst in Veränderung und oft machen sich Orientierungslosigkeit und Kurzschluss-handlungen breit. Die Partnerschaft ist stark herausgefordert. In dem Vortrag und im Workshop wird den Ursachen von Untreue nachgegangen und es wird aufgezeigt, dass in Außenbeziehungen für alle Beteiligten auch eine Chance liegen kann, wenn sie sich auf die damit gegebene Herausforderung einlassen.

Referentin: Dipl. Sozial-Päd. Monica Streicher-Pachmann (Jena), geb. 1957, Systemische Therapeutin, Supervisorin und Lehrtherapeutin (DGSF)
seit 1998 tätig in der Beziehungswerkstatt Jena, Arbeitsschwerpunkte: Beziehungs- und Paartherapie