Therapie ist für uns partnerschaftliche Zusammenarbeit ebenbürtiger Menschen. Diagnose und Therapie sind nicht getrennt, sondern zwei Seiten ein und desselben Weges im Prozeß der Veränderung.
Auf dem Boden des Entwicklungsorientierten Therapiemodells nach Virginia Satir, integrieren wir Methoden aus der Humanistischen Psychotherapie, der Bioenergetik, der Festhaltetherapie nach Jirina Prekop und die phänomenologische Sichtweise, die durch Systemaufstellungen ermöglicht wird.



 

Wir alle sind in Beziehungen, Geschichten, historische Ereignisse eingebunden und verstrickt. Auswirkungen mancher Verstrickungen hindern uns heute daran, Beziehungen so zu leben, wie wir sie gern leben möchten.
Das Familienstellen hat sich als effiziente Methode erwiesen, um festgefahrene Situationen und Beziehungsmuster in den Fluss heilsamer Veränderung zu bringen. Das achtungsvolle Anschauen dessen was sich zeigt, bietet den Teilnehmern neue emotionale Erfahrungen an. Daraus entstehen Lösungsbilder, die Zukunftsperspektiven beinhalten. Diese Bilder geben oft langwirkende Anstöße um Schicksale und Beziehungen wieder zum Guten zu wenden.
Eine einfühlsame Hinführung und eine gediegene Nachbereitung helfen, dass das hilfreiche Neue im Alltag einwurzeln kann.

In ähnlicher Weise bieten wir Systemaufstellungen von Organisationen und Problemlagen an.

 

Das Festhalten nach Prekop ist eine Chance für zwei schicksalsmäßig verbundene Menschen, einen schmerzhaften Beziehungskonflikt, den sie nicht oder nur schwer in Worte fassen können, zur Lösung zu bringen.
Sie können ihren Schmerz ausdrücken, den Konflikt austragen und sich aussöhnen, indem einer den anderen ganz eng in den Armen hält. Beide haben das Recht, völlig offen und unverblümt ihre verletzten Gefühle herauszuschreien und auszuweinen. Es ist eine Konfrontation von Angesicht zu Angesicht, "von Galle zu Galle", von Herz zu Herz. "Alles Gift muß aus dem Bauch heraus, bis die Liebe wieder fließt." (J.P.)
In diesem Sinne begleiten wir Paare, Eltern und ihre Kinder, erwachsene Kinder mit ihren Eltern und auch Geschwister. Wenn eine solche Konfrontation mit alten oder verstorbenen Eltern nicht mehr möglich ist, können wir helfen, die Beziehung zu ihnen auf etwas abgeänderte Art zu heilen.
Die daraus erwachsende Entlastung der Betroffenen wirkt sich wohltuend auf die Tragfähigkeit der Beziehungen aus und ist oft eine wichtige positive Weichenstellung für die gesunde Weiterentwicklung der Kinder in der Familie.



 
In der Arbeit nach dem entwicklungsorientierten Modell von Virginia Satir gehen wir davon aus, daß jeder Mensch fähig ist, in seiner Menschlichkeit zu wachsen - sich zu ändern und die Möglichkeiten seines Denkens und Handelns zu erweitern.
Die Fähigkeiten eines Menschen sind daher wichtiger als seine Fehlleistungen. Hilfe bedeutet, einem Menschen den Zugang zu den vorhandenen eigenen Möglichkeiten zu eröffnen.
Probleme haben immer mehr als eine Ursache. Alles, was geschieht, steht miteinander in Wechselbeziehungen und die Verantwortung ist immer aufgeteilt. Wenn ein Mensch seine eigene und nur seine eigene Verantwortung als positive Chance wahrnimmt, lösen sich blockierende Schuldgefühle auf. Der Schlüssel dazu ist das Gefühl der Selbstachtung und der Achtung vor allem Lebendigen.

Wir sind mit Virginia Satir überzeugt, daß das wichtigste "Handwerkszeug" eines Beraters und Therapeuten seine Persönlichkeit ist.

   

Die wirkliche Kommunikation liegt jenseits der Sprache.
Fritz Perls